Verschlüsse - die wichtigen Bauarten - Zentralverschluss Schlitzverschluss Einfachverschluss zurück zur Übersicht |
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Zentralverschluss Der Zentralverschluss war mit Abstand die wichtigste Verschluss-Konstruktion in der Zeit der klassischen Kameras. Beginnend mit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts (Bausch und Lomb in USA produzierte z.B seinen ersten Zentralverschluss "Iris" ab 1890) begann der Siegeszug des Zentralverschlusses.Er heißt so, weil er sich - im Gegensatz zum Schlitzverschluss - von der Mitte her öffnet. Der Zentralverschluss ist in einer Einheit mit der Blende zusammengefasst - in der Mitte, das in das Objektiv eingebaut ist. Er sitzt also zwischen den einzelnen Linsengruppen des Objektives, genau an der Stelle wo die Lichtstrahlen des Bildes am engsten gebündelt sind, das Lichtbündel also den kleinsten Durchmesser hat. Das bedeutet, dass dieses enge Lichtbündel gut durch die enge Öffnung von Verschluss und Blende hindurch passt, ohne dass Vignettierung auftritt. |
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Schlitzverschluss Der Schlitzverschluss - altbekannt mindestens seit Beginn des 20 Jahrhunderts - wurde berühmt durch den Tuchverschluss der Leica (1924) und den Metall-Lamellenverschluss der Contax (1932). Auch heute noch ist er der Standard-Verschluss moderner Kleinbild-Spiegelreflex-Kameras. Zwei Verschlussvorhänge (ursprünglich aus gummiertem Tuch oder eben aus zusammengehakten Blechlamellen) laufen - mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten - direkt vor der Filmebene ab und bilden einen Schlitz der das vom Objektive kommende Licht durchlässt, und so das Negativ Streifen um Streifen belichtet. Am Ende seines Weges holt der zweite Vorhang den ersten wieder ein, der Schlitz schließt sich wieder. Unterschiedliche Belichtungszeiten werden durch unterschiedliche Schlitzbreiten realisiert. Nur bei langen Belichtungszeiten ist das komplette Negativ komplett dem Licht ausgesetzt. Lange Belichtungszeiten werden durch ein sogenanntes Langzeiten-Werk realisiert: Man lässt den ersten Vorhang komplett ablaufen der zweite Vorhang startet erst einige Zeit später. |
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Einfachverschluss Einfach-Verschlüsse decken eine große Bandbreite an Konstruktionen aber auch Epochen ab. Ausgehend von dem einfachen Objektivdeckel (oder auch Fotografen-Hut) der Frühzeit über das Zeitalter der preiswerten und einfach konstruierten Boxen über die Ära der teilweise einfachen und billigen Pocket-Kameras bis zu den einfachen Plastik- Knipskästen der (fast schon wieder ihrem Ende zugehenden Gegenwart wurden vielfältigste Wege gefunden um die Aufgabenstellung "Objektiv kurzzeitig freigeben" möglichst einfach, preiswert und doch zuverlässig zu lösen. Und die Entwicklung von Kleinbildfilmen mit größerer Unempfindlichkeit gegenüber Fehlbelichtungen erlaubten es wieder einfachere weil ungenauere Verschlüsse zu verwenden und trugen so zum Tod der deutschen Verschluss- und Kamera-Industrie beiDas Gebiet ist so vielfältig - und durchaus auch interessant - dass es nicht möglich ist, an dieser Stelle erschöpfend darauf einzugehen. |
![]() Einfach Verschluss einer AGFA Click |
-oben- ![]() Das Schnittbild einer Zeiss Ikon Contaflex unten zeigt in Rot die Verschluss und Blendenebene in der Mitte des Objektivs (Tessar) zurück zur Übersicht |
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Metall Schlitzverschluss der
Contax
