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Anastigmat
ist ein Linsensystem, das den Abbildungsfehler (Astigmatismus)
aufhebt. Alle hochwertigen Linsensysteme sind heute als Anastigmaten
ausgeführt, von Sonderfällen abgesehen, bei denen
nur ein sehr kleines Gesichtsfeld abgebildet wird.
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Astigmatismus
Als Astigmatismus (griech. "Punktlosigkeit") bezeichnet
man
1. in der Optik eine Art der Abbildungsfehler. Schräg
eintretende Lichtbündel, die auf dem Bild als Punkt erscheinen
sollten, werden dabei zu (elliptischen) Lichtflächen
verzerrt.
2. in der Medizin eine Erkrankung des Auges (Stabsichtigkeit).
Astigmatismus (Zylinder, Zyl) ist in der Bevölkerung
auch als Hornhautverkrümmung bekannt, die meist bei Kurzsichtigkeit
(Myopie) auftritt. Man unterscheidet zwischen dem regulären
Astigmatismus, dabei ist die Hornhaut des Auges entweder stärker
gekrümmt oder schwächer als bei einer "normalen"
Hornhaut, und dem irregulären Astigmatismus. Beim irregulären
Astigmatismus ist die Oberfläche der Hornhaut an mehreren
Stellen erhöht und vertieft (wie eine Berglandschaft).
Ursachen sind zum Beispiel eine Operation oder ein Unfall,
die Narben entstehen lassen. Eine besondere Form des irregulären
Astigmatismus ist der Keratokonus.
Astigmatismus ist eine Brennpunktlosigkeit / Stabsichtigkeit
infolge nicht rotationssymmetrischer Brechkraft von Hornhaut
oder Linse. Dies bedeutet, dass die Linse auf ihrer Oberfläche
unterschiedliche Radien (Krümmungen) aufweist. Im Brennpunkt
treffen sich alle Strahlen, die durch die Linse gegangen sind.
Hinter dem Brennpunkt gehen die Strahlen wieder auseinander
und bilden ein seitenverkehrtes und kopfstehendes Bild auf
der Netzhaut an der inneren Rückseite des Augapfels.
Die astigmatische Wirkung von Linsen war bereits in der Maya-Kultur
und bei den Griechen bekannt und wurde von geistlichen Gelehrten
zur Verwirrung der einfachen Bevölkerung benutzt. Beim
"Orakel von Delphi" sollen die Priester Lochkameras
benutzt haben, die durch das Zwischenschalten von Wasser Zerrbilder
erzeugten. Beim Auftreten von Astigmatismus treffen sich die
Strahlen nicht in einem, sondern in mehreren Brennpunkten,
bedingt durch die unterschiedliche Krümmung der Linsenoberfläche.
Es kann nur immer in einem Brennpunkt "scharf gestellt"
werden - dadurch erscheint das Bild insgesamt unscharf. Durch
Zusammenkneifen der Augen (was bei einer Fotokamera dem Abblenden
entspricht) kann die Schärfentiefe und damit der Schärfebereich
vergrößert werden. Gleichzeitig nimmt die Menge
des durchgelassenen Lichtes ab, das Bild wird dunkler. Die
unterschiedlichen Brennweiten der Linse werden mit einer Brille
mit "Zylindergläsern" ausgeglichen. Eine Korrektur
der Fehlsichtigkeit ist durch die Verwendung von Sehhilfen
(Brille, Kontaktlinsen) oder operativ möglich.
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Achromat
Unter einem Achromat versteht man in der Optik ein System
aus zwei Linsen von gleicher Größe, die aber aus
Gläsern mit unterschiedlichem Brechungsindex bestehen.
Das System besteht aus einer Sammellinse aus Kronglas und
eine Zerstreuungslinse aus Flintglas.
In manchen Fällen sind die Linsen an ihrer Kontaktfläche
miteinander durchsichtig verbunden (verkittet), in anderen
Fällen bleibt zwischen diesen Linsen ein Luftspalt, der
als zusätzliche Luftlinse zur Korrektur weiterer Abbildungsfehler
genutzt wird.
Dadurch vermindern Achromate die störenden Farbsäume,
welche bei einfachen Linsen auftreten. Dieser Abbildungsfehler,
der auch Chromatische Aberration genannt wird, kann aber auch
bei bester Berechnung des optischen Systems nur in zwei Farben
(Wellenlänge) genau beseitigt werden.
Für weitergehende Ansprüche in der Astronomie gibt
es auch dreilinsige Objektive, die so genannten Apochromate.
Ökonomischer ist es jedoch, ab einer Apertur, d.h. einem
Durchmesser von etwa 25 cm auf Spiegel überzugehen.
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| Apochromat
Als
Apochromat (griech. etwa für frei von Farben; engl. apochromatic
lens) bezeichnet man eine spezielle optische Konstruktion,
die Farbfehler reduziert oder beseitigt.
In der ursprünglichen Bedeutung war ein apochromatisches
Linsensystem so berechnet, dass der Strahlengang für
drei Wellenlängen (Farben) im sichbaren Bereich übereinstimmt,
während beim einfacheren Achromaten die Übereinstimmung
für zwei Wellenlängen gefordert ist.
Das apochromatische Kriterium heißt, dass die Optik
alle Lichtfarben in einen gemeinsamen Brennpunkt bringt, die
Dispersion des Gesamtsystems also unter die Wahrnehmungsschwelle
fällt.
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| Autofokus
Als
Autofokus (Abk. AF, engl. autofocus) wird die Technik einer
Kamera oder allgemein eines jeden optischen Apparates bezeichnet,
selbstständig auf das Motiv zu fokussieren.
Grundsätzlich wird zwischen aktivem (mit Infrarothilfslicht
oder Ultraschallhilfe) und passivem (rein optischen) Autofokus
unterschieden. Kameras mit aktivem AF können auch bei
völliger Dunkelheit das Objektiv scharf stellen, haben
allerdings den Nachteil, dass sie bei Aufnahmen durch eine
Glasscheibe nur auf dieses "Hindernis" scharfstellen.
Hier muss der Fotograf manuell eingreifen und die Kamera auf
"unendlich" einstellen.
Ein aktives Ultraschallverfahren (Sonar) kommt beispielsweise
seit 1982 bei diversen Polaroid -Kameras zum Einsatz. Dabei
wird die Zeit, die der Schall von der Kamera zum Objekt und
zurück benötigt, gemessen und je nach berechneter
Entfernung fokussiert.
Heute werden meistens die passiven Verfahren eingesetzt. Die
beiden grundsätzlichen Techniken sind der Phasenvergleich
und die Kontrastmessung.
Letztere ist bei Digitalkameras preisgünstiger realisierbar,
da die zur Kontrastbeurteilung aufgenommenen Bilder aus dem
sowieso vorhandenen Bildsensor stammen. Des rechnerischen
Aufwandes und nötigen Vorwissens der absoluten Verfahren
("Depth from Defocus") wegen, kommen in der Praxis
an sich nur relative Verfahren ("Depth from Focus")
zum Einsatz.
Der Prozessor der Kamera errechnet dabei die Frequenzverteilung
im Bild. Je größer der Anteil der hohen Frequenzen,
desto schärfer das Bild. Relatives Verfahren bedeutet,
daß mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung
notwendig sind um eine Verbesserung oder Verschlechterung
der Bildschärfe und die Richtung der nötigen Fokussierung
zu ermitteln. Der passive Autofokus ist auf genügende
Beleuchtung und Objektkontrast angewiesen um zu funktionieren.
Die Nachteile dieser Methode sind also großer Rechen-
und Motoraufwand was sich negativ auf die Batteriekapazität
und Geschwindigkeit niederschlägt. Konstrastbasierte
Methoden finden vor allem in Video- und kompakten Digitalkamera
Verwendung.
Die aufwändigere Methode des Phasenvergleichs wurde erstmals
1976 durch Honeywells Visitronic-Chip umgesetzt. Die erste
Serienkamera damit war die Konica C35-AF. Sie basiert auf
Triangulation der Objektentfernung durch (mindestens) zwei
durch die gleiche Linse schauenden Autofokussensoren (Stereobild).
Die Ergebnisse sind eine schnelle und genaue Fokussierung.
Auf Grund der höheren Kosten und technischen Komplexität
findet dieses Verfahren meistens in teureren Kameras wie (digitalen)
Spiegelreflexkamera Verwendung.
Die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus kann sehr
gut sein. Normalerweise liegen sie über dem was manuell
erreicht werden kann. Moderne Kameras messen verschiedene
Bereiche des Bildes und entscheiden wo das Objekt ist. Einige
Kameras sind auch fähig zu entscheiden ob sich das Objekt
auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegt sowie welche Geschwindigkeit
es hat und verfolgen es.
Einfache AF-Systeme besitzen einen Fokussensor. Höher
entwickelte verfügen jedoch über ein ganzes Gitter
von Sensoren. Die Canon EOS 3 hat ganze 45 Stück die
einzeln auswählbar sind um das zu fokusierende Objekt
zu erfassen.
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Balgenkamera
Als Balgenkamera bezeichnet man eine klassische Kamerabauform
von Fotoapparaten.
Die erste Balgenkamera stellte Baron Séguire 1839,
also noch im Jahr der offiziellen "Erfindung" der
Fotografie; er beschreibt die Kamera als "Apparat, eine
Camera obscura mit blasebalgähnlichem Gehäuse, das
sich also zusammenfalten lässt und mit einem Henkel versehen
ist, so dass man ihn leicht tragen kann".
Das Bauprinzip der Balgenkamera wurde anschließend kontinuierlich
verbessert. Beispielsweise wurde eine Vorrichtung ergänzt,
mit der die Mattscheibe schnell durch eine lichtempfindliche
Platte ersetzt werden konnte.
Des weiteren wurde eine Zahnstange eingeführt, um die
wichtigsten Kamerateile - Objektiv- und Filmstandarte zur
Auszugsveränderung präzise gegeneinander verschieben
zu können.
Diese Kamerabauform wird bis heute noch in der Großformatfotografie
genutzt; viele Großformatkameras, wie die von Carl Koch
im Jahr 1940 entwickelte Fachkamera aus Metall auf der Basis
der optischen Bank, basieren auf dem Prinzip der Balgenkamera.
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Belichtungsmesser
Ein Belichtungsmesser ist in der Fotografie oder beim Film
entweder ein eigenständiges Gerät (Handbelichtungsmesser)
oder Teil einer Kamera (interner Belichtungsmesser), mit dem
die Helligkeit des Motivs gemessen wird und daraus die Daten
für die Belichtung (Blende, Belichtungszeit) berechnet
oder bestimmt werden.
Interner Belichtungsmesser
Ein interner Belichtungsmesser ist heute integraler Bestandteil
fast aller Fotoapparate. Er ist im wesentlichen für die
richtige Belichtung eines Objektes verantwortlich, da er das
richtige Verhältnis aus Belichtungszeit und Blendenöffnung
(in Abhängigkeit vom der Empfindlichkeit des Films) berechnet.
Berechnete Belichtungszeit und/oder Blendenöffnung werden
dann entweder von der Kamera selbständig (Automatik)
oder vom Fotografen manuell eingestellt (Nachführmessung).
Die interne Belichtungsmessung einer (Spiegelreflex-)Kamera
durch das Objektiv hindurch wir entsprechend dem englischen
Begriff "Through The Lens" als TTL-Belichtungsmessung
bezeichnet.
Handbelichtungsmesser
Als separates Zubehör wird der Handbelichtungsmesser
vor allem in der Studiotechnik oder bei professionellen Arbeiten
eingesetzt. Hier ist der integrierte Belichtungsmesser oft
unerwünscht, da man meist mehrere künstliche Lichtquellen
einsetzt.
Bei der Verwendung von mehr als einem Blitzgerät kann
der integrierte Belichtungsmesser einer Kamera die exakte
Lichtmenge nicht richtig berechnen, da sich die Lichtquellen
erst beim Auslösen des Blitzes addieren, was zu einer
Überbelichtung führt. In diesen Situationen kann
nur ein separater Belichtungsmesser die exakte Lichtmenge
messen. Die hieraus gewonnenen Daten können dann an der
Kamera so eingestellt werden, dass eine korrekte Belichtung
des Filmmaterials gewährleistet ist.
Die Belichtung H ist das Produkt der Beleuchtungsstärke
E (in lx) und der Belichtungszeit t (in s) ?
H = E*t.
Ziel
Jede Belichtungsmessung hat das Ziel, einen möglichst
optimalen Kompromiss aus maximaler Ausreizung des verwendeten
Materials und dessen maximalem Kontrastumfang, bei Fotopapier
beispielsweise 32:1 bis 64:1, zu finden, d.h. den optimalen
Zusammenhang zwischen der Leuchtdichte des Aufnahmeobjekts
und der in der Bildebene wirksame Beleuchtungsstärke
anzugeben.
Funktionsweise
Ältere automatische Belichtungsmessungen gehen dabei
von Durchschnittswerten aus, die normalerweise mittelmäßig
gut belichtete Aufnahmen liefern: Es wird von einem Motiv
in landschaftlicher Umgebung mit blauem Himmel ausgegangen,
das frontal bei 35 bis 55° Sonnenstand beleuchtet wird
und 18% des einfallenden Lichtstroms in Richtung der Kamera
reflektiert. Zur Simulation dieser Aufnahmesituation kann
auch die so genannte Neutral-Graukarte verwendet werden.
Moderne computerunterstützte Belichtungsmessmethoden
versuchen dagegen, anhand einer Motivdatenbank eine vergleichbare
Lichtsituation zu bestimmen und können so sehr gute Ergebnisse
liefern - wenn die passende Lichtsituation in der Datenbank
enthalten ist und korrekt identifiziert wurde.
Grundsätzliches
Die Belichtungsmessung mit dem Belichtungsmesser in der traditionellen,
nichtautomatisierten Fotografie an sich ist sinnvollerweise
vom ähnlichen Begriff der Lichtmessung zu unterscheiden,
die in dieser Systematik der Objektmessung gegenüber
steht.
Begriff
Belichtungsmessung ist ein allgemeiner übergreifender
Begriff, die Verfahren bei der Belichtungsmessung sind Licht-
und Objektmessung. Belichtungsmesser arbeiten auf der Basis
der Grau- oder Tonwerte, wie es in der Schwarz-Weiß-Fotografie
heißt, nicht auf der von Farbtönen, die ebenfalls
Grauwerte aufweisen. Gute Belichtungsmesser messen auch Blitzlicht.
Varianten
Zur Lichtmessung wird vom Objekt/ Motiv in Richtung Kamera
das auf das Objekt fallende Licht gemessen. Dazu muss das
Messgerät, der Belichtungsmesser, speziell ausgerüstet
sein und über Kalotte oder Diffusor verfügen, die
als weiße Halbkugel oder Jalousie über die Messzelle
geschoben werden. Von dem auf das Motiv fallenden Licht lässt
sich auf die Lichtreflexion in Richtung Kamera schließen.
Dieses Messverfahren ist primär vom Licht abhängig,
aber weniger vom Motiv.
Bei der Objektmessung wird (bei meist 30° Messwinkel eines
normalen Belichtungsmessers) von der Kamera aus zum Objekt/Motiv
hin dessen Lichtabstrahlung (Remission) ermittelt. Dabei kann
ein Spotmesser mit 1-5° Messwinkel helfen oder allein
genutzt werden; bei Spotmessungen, auch bei mehreren Lichtquellen
(z. B. im Fotostudio), wird dann aus den einzelnen Messungen
ein Mittelwert gewonnen. Dieses Verfahren ist primär
vom Lichteinfall auf das Motiv und von dessen Lichtabstrahlung
abhängig. Letztere muss zusätzlich analysiert und
bewertet werden.
Neutralgrau und Graukarte
Die gemessene Einheit bei der Belichtungsmessung ist die Belichtungsstufe,
die auf verschiedenen Normungen beruht; sie wird nicht absolut,
sondern als Referenzwert zum sog. Mittleren Neutralgrau (Graukarte,
s. u.) angegeben. Belichtungsstufen sind verschieden auszudrücken:
eine Blendenstufe (Durchlassöffnung des Lichts durch
das Objektiv) entspricht einer Zeitstufe des Kameraverschlusses
oder einer Empfindlichkeitsstufe des Films.
Ein Belichtungsmesser sagt nicht, wie ein Bild richtig zu
belichten ist, angegeben wird nur, wie ein Motiv bzw. ein
Teil des Motivs zu belichten ist, um es auf dem Film in Mittlerem
Neutralgrau erscheinen zu lassen. Und da der Wert auch nicht
absolut benannt wird, sondern in Relation zum Referenzwert
des Mittleren Neutralgraus (und zum eingestellten Filmtyp
und zur Zeiteinstellung des Verschlusses), wird beispielsweise
angegeben, welche Blende dafür einzustellen ist (oder
welche Verschlusszeit).
Mittleres Neutralgrau zeigt eine Fläche dann, wenn sie
eine Lichtabstrahlung von 18% ausweist; das ist der Mittelwert
der Remission von ganz Weiß bis ganz Schwarz. Diese
Remission von 18% ist als Durchschnitt einer normalen Landschaftsaufnahme
zur allgemeinen Normung geworden. Auch alle Farben haben Grauwerte,
was bei der Übersetzung eines Farbbildes in eines mit
Grauwerten (Schwarz-Weiß-Fotografie) wirksam wird.
Als Hilfsmittel bei der Objektmessung gibt es die Graukarte
von Kodak oder anderen, die im Objekt/ Motiv ersatzweise angemessen
werden kann, wenn das Motiv selbst aus zu vielen unterschiedlichen
Grauflächen besteht. Sie ist neutral-grau ohne Farbstich
und gibt die Remission mit 18% wieder, strahlt also 18% des
einfallenden Lichts zurück. Das gleiche macht sinngemäß
die Kalotte oder der Diffusor für Lichtmessung bei Handbelichtungsmessern,
die als weiße Halbkugel (oder Jalousie) über die
Messzellen der Geräte geschoben werden; sie lassen nur
18% des Lichtes durch. Die Remission wird dabei also vom Belichtungsmesser
intern berücksichtigt.
Praxis
Für die Praxis: misst der Belichtungsmesser bei der Objektmessung
von der Kamera zum Objekt/ Motiv - zum Beispiel über
einen Spotmesser mit nur 1 - 5° Seh-Winkel - den Belichtungswert
einer weißen Fläche im Bild, dann gibt der erhaltene
Wert jene Einstellungen der Kamera an, die nötig sind,
um dieses Weiß des Objekts in Neutralgrau auf den Film
zu bannen, und eben nicht als Weiß (Problem: Schneelandschaft).
Und genauso ist es bei Schwarz (Problem: Kohlenhalde). Erst
beim durchschnittlichen Motiv, wie einer normalen Landschaft,
kann der Mittelwert aller hellen und dunklen Bereiche wahrscheinlich
als gültig und optimal angesehen werden; sonst muss der
gemessene Wert, auch der Mittelwert, korrigiert werden.
Bei der Lichtmessung dagegen ist der ermittelte Wert geeignet,
Weiß als Weiß und Schwarz als Schwarz abzulichten.
Aber auch das gilt nur, wenn der Belichtungsumfang des Motivs
nicht größer ist als der des Films und der Mittelwert
auch die Mitte bezeichnet. Sonst muß auch in diesem
Fall korrigiert werden, in welchen der beiden Grenzbereiche
des Motivs der Films verschoben werden soll (sog. highkey-
bzw. lowkey-Bilder).
Belichtungskorrektur
Die Belichtungskorrektur (besonders bei der Spotmessung von
kleinen Teilen des Motivs) hängt vom benutzten Film und
der Lichtsituation ab. Die normal belichtete Welt kann - in
Anlehnung (!) an das Zonensystem von Ansel Adams - als in
neun Belichtungsstufen einteilbar angesehen werden, die eine
schwach sichtbare Zeichnung (!) noch im Film aufweisen, und
dazu kommen die Stufen ganz Schwarz und ganz Weiß ohne
Zeichnung. Zeichnung hat eine Fläche im Photo noch, wenn
die Strukturen der Oberfläche noch (eben) sichtbar sind
(bei einer Hauswand also z. B. noch die Struktur des Wandputzes,
bei einem Kohlenhaufen noch die einzelnen Stücke).
Moderne Filme können in einer Aufnahme jedoch nur maximal
(!) einen Belichtungsumfang von fünf Stufen bei Diafilmen
und sieben Stufen bei Negativfilmen wiedergeben (im Buchdruck
sind es drei). Mit dem gemessenen Referenzwert wird also nur
ein Ausschnitt von vier bis fünf Stufen aus dem Motiv
mit vielleicht neun Stufen abbildbar.
Ohne Korrektur werden die mittleren Belichtungsstufen mit
Zeichnung im Bild wiedergegeben, die ganz hellen und die ganz
dunklen Stellen werden zeichnungslos Weiß oder Schwarz.
Soll aber der eher hellere oder dunklere Bereich des Motivs
mit Zeichnung dargestellt werden, so ist der vom Belichtungsmesser
erhaltene Wert zu korrigieren (lowkey/ highkey).
Um ein helles Weiß oder ein dunkles Schwarz noch mit
Zeichnung auf dem Film zu zeigen, sind jeweils Korrekturwerte
von bis zu zwei Belichtungsstufen nötig: für Weiß
wird gegenüber dem Messwert die Blende weiter geöffnet,
für Schwarz weiter geschlossen, damit aus dem sonst stattdessen
abgebildetem Neutralgrau für Weiß oder Schwarz
auf dem Film der richtige Tonwert entsteht.
Die Skizze zeigt neun Grau-Zonen. Der Belichtungsmesser zeigt
immer an, wie auf dem Film Mittleres Neutralgrau, das ist
Zone V (fünf), erreicht wird. Mal ist es heller, mal
dunkler, so dass ganz unterschiedliche Angaben beispielsweise
für die nötige Blende gemacht werden, wie das unter
der Skizze in zwei Beispielen gezeigt ist. Sind Belichtungsumfang
vom Motiv und vom Film gleich (hier fünf Zonen), kann
dennoch eine Korrektur nötig sein, wenn der Mittelwert
für das Motiv nicht Zone V ist (hier Korrektur 1 Bl.).
Wird ein helleres Hauptmotiv, wie ein Portrait, vor diesem
Hintergrund fotografiert, ergibt sich mglw. eine andere Korrektur
und der Hintergrund des Motivs wird besonders dunkel.
Eine Belichtungskorrektur bedarf auch die Verlängerung
des Balgens der Fachkamera oder des Auszugs anderer Objektive
(!) bei Nahaufnahmen, wenn nicht durch die Linse gemessen
werden kann.
Korrekturfaktor
der Belichtung beim (Balgen-) Auszug = (Auszug/ Brennweite)²
Beim Objektiv 180 mm und einem Auszug von 360 mm insgesamt
kommt dabei also raus: (360/ 180)² = 4. Das bezieht sich
auf die Zeit; statt mit einer Belichtung von 1/60 s wäre
also 1/15 s zu wählen (bei Dauerlicht!). Das sind zwei
Blendenstufen, die weiter zu öffnen sind, oder es muß
entsprechend mehr Licht vorhanden sein (Blitzlicht). Bei wegen
des Schärfebereichs vorgegebener Blende ist dann entsprechend
mehr Licht zu machen.
Varianten
Grundsätzlich werden zwei Formen der Belichtungsmessung
unterschieden:
* Objektmessung (auch: Leuchtdichentenmessung) - gemessen
wird hier das vom Objekt reflektierte Licht; die am weitesten
verbreitete Messmethode, die sich auch in den meisten Kameras
findet; Varianten: Integralmessung, Spotmessung, Mehrfeldmessung
bzw. Matrixmessung, Detailmessung, Zwei- und Mehrpunktmessung;
* Lichtmessung - setzt speziell ausgerüstete Handbelichtungsmesser
voraus, beispielsweise einen Belichtungsmesser mit Kalotte;
wird überwiegend von Profis eingesetzt; die Objektmessung
einer Graukarte (Neutralgrau) ist eine so genannte Ersatzmessung
hierfür.
Als technische Lösungen für die Belichtungsmessung
wird unterschieden zwischen
* Handbelichtungsmesser und
* TTL-Belichtungsmessung sowie
* kameragebundenen Handbelichtungsmesser (nur bei älteren
Kameras).
Ausstattung von Kameras
Moderne Kameras verfügen häufig über mehrere
Varianten der Objektmessung, zwischen denen der Fotograf je
nach Situation oder Vorlieben wählen kann. Die präziseste
Belichtungsmessung ist dabei die Spotmessung, insbesondere
wenn sie einen möglichst kleinen Bildwinkel ausmisst;
ein höheres Maß an Kontrolle erhält der Fotograf
nur mit einem externen Spotbelichtungsmesser.
Die modernste, aber auch am wenigsten berechenbare Variante
ist die Mehrfeldmessung bzw. Matrixmessung, die mehrere Felder
im Bildausschnitt misst und nach einem Satz komplexer Algorithmen
gewichtet; die Ergebnisse können dabei sowohl sehr gut
oder auch sehr schlecht ausfallen.
Eine Vorgänger-Variante ist die Integralmessung, die
meist mittenbetont arbeitet; sie liefert bei komplizierten
Lichtsituationen wie Seiten- oder Gegenlicht berechenbar schlechte,
aber eben kalkulierbare Ergebnisse, die der Fotograf durch
eine manuelle Belichtungskorrektur kompensieren kann.
Ältere Kameras verfügen über keine integrierte
Belichtungsmessung; hier ist der Fotograf auf Erfahrungswerte,
Schätzungen oder einen externen Belichtungsmesser angewiesen.
Es gibt prinzipbedingt keine Kameras mit integrierter Lichtmessung.
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Blende
Die Blende (engl. Aperture) ist eine (normalerweise mechanische)
Vorrichtung an Fotoapparaten, mit deren Hilfe der Lichteinfall
durch das optische System (Objektiv) geregelt werden kann.
Sie ist meist als Lamellen- oder Irisblende ausgeführt,
bei der sich lamellenförmig angeordnete Bleche so ineinander
verschieben, dass der Lichtdurchlass enger oder weiter wird
und so das einfallende Lichtbündel kleiner oder größer
wird. Die Blende steuert die Stärke der Beleuchtung
des Films oder Fotopapiers. Sie regelt in Verbindung mit
der Belichtungszeit die Belichtung des Films.
Neben
der Belichtungszeit und dem Sucher ist die Blende ein wichtiges
technisches Mittel zur fotografischen Bildgestaltung, da sie
die Schärfentiefe beeinflusst. In manchen einäugigen
Spiegelreflexkameras kann der Fotograf diese beurteilen, indem
er mittels der Abblendtaste die Arbeitsblende der Kamera aktiviert.
Die Blende wird als dimensionslose Blendenzahl angegeben,
die aus dem Verhältnis von Brennweite zu Öffnungsweite
der Optik (Objektiv) errechnet wird. Die Lichtstärke
des Objektivs entspricht der kleinsten Blendenzahl, also der
größten relativen Öffnung. Diese wird oft
als Bruchteil der Brennweite f, z. B. "f/2" angegeben.
Größere Blendenzahlen bedeuten demzufolge stärkere
Abblendung, also einen geringeren Lichteinfall.
Die Blendenzahl wird bei mechanischen Kameras am Objektivring,
bei modernen elektronischen Kameras auch über Steuerelemente
am Kameragehäuse (Body) eingestellt.
Als Blendenreihe bezeichnet man eine Reihe von Blendenwerten,
die jeweils die doppelte Menge Licht einlassen. Die benachbarten
Werte einer Blendenreihe stehen, da sie sich auf den Durchmesser
der Öffnung beziehen, immer im Verhältnis 1 : 1,4
(Wurzel aus 2), so dass die offene Fläche sich im Quadrat
dieser Werte ändert. So kann die Verstellung der Blende
um einen Wert eine entsprechend entgegengesetzte Verstellung
der Verschlusszeit um einen Wert kompensieren.
Eine Belichtungsautomatik, bei der die Blende durch die Kamera
gesteuert wird, ist die Blendenautomatik bei Zeitvorwahl,
die Alternative ist die Zeitautomatik bei Blendenvorwahl,
eine Kombination aus beiden wird "Programmautomatik"
genannt.

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Blendenreihe
Blendenreihe ist ein Begriff aus der Fotografie, sie besteht
aus den möglichen Öffnungen einer Blende.
Bei den Blendenzahlen handelt es sich um relative Werte, die
sich durch Division der Brennweite durch den optischen Objektivdurchmesser
ergeben.
Der Wert bei voll geöffneter Blende wird als Lichtstärke
bezeichnet.
Ein Objektiv mit Blende 2 hat bei 50 mm Brennweite einen Objektivduchmesser
von 25 mm, ein 135 mm Teleobjektiv hat dagegen bereits einen
Durchmesser von 67,5 mm. Deshalb werden Objektive mit längerer
Brennweite im allgemeinen mit geringer Lichtstärke gefertigt
oder sind bei hoher Lichtstärke überproportional
teurer.
Heutige Blendenreihe
Die heute gebräuchliche Reihe lautet:
1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 - ...
Jede Zahl wird aus der vorhergehenden durch Multiplikation
mit der Wurzel aus 2 berechnet und gerundet.
An der Blendenreihe kann man die Lichtmenge, die durch die
Blende fällt, abschätzen. Da der Durchmesser jeweils
um etwa Wurzel aus Zwei wächst, wird die aktive Fläche
verdoppelt. Ein voller Schritt in der Blendenreihe entspricht
daher der Verdopplung der Lichtmenge. Damit verdoppelt und
halbiert sich auch die Belichtungszeit, für den Fall
dass das Bild gleich belichtet werden soll.

Es ist auch möglich die Reihe der Zwischenwerte anzugeben:
1,2 - 1,8 - 2,4 - 3,5 - 4,8 - 6,5 - 9,5 - 13 - 19 - ...
Sie hat die gleichen Eigenschaften wie die Reihe der vollen
Werte.
Alte Blendenreihe
Die vor dem Zweiten Weltkrieg übliche sogenannte alte
Blendenreihe verwendete die Blendenzahl 3,2 (Wurzel aus 10)
als Basis und hatte folgende Stufung:
1,1 - 1,6 - 2,2 - 3,2 - 4,5 - 6,3 - 9 - 12,5 - 18 - 25 - 36
- 50 - 71 - 100
Eine Besonderheit weist die Blendereihe der Minolta-Flex (1936),
einer zweiäugigen Spiegelreflexkamera für Rollfilm
vom Typ 120 und dem Aufnahmeformat 60x60 mm: Auf ihr ist eine
Mischung der "alten" und "neuen" Blendenreihe
eingraviert:
3,5 - 4,5 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 25
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Blitzsynchronisation
Als Blitzsynchronisation bzw. Synchronblitz wird das automatische
Synchronisieren des Zündens eines Blitzgerätes mit
dem Ablauf des Verschlusses bezeichnet; diese Synchronisation
bewirkt, dass der Verschluss während der Leuchtdauer
des Blitzes das volle Filmfenster aufdeckt. Durch die Konstruktion
des Schlitzverschluss ist diese Zeit nur relativ lange (Synchronzeit);
typische Synchronzeitenliegen im Bereich zwischen 1/60 und
1/250 Sekunde. Schlitzverschlüsse mit M- oder X-Synchronisation
erlauben dagegen kürzere Synchronzeiten (bis ca. 1/500
sec).
Moderne Systemblitzgeräte der Kamerasysteme vereinfachen
die Blitzlichtfotografie durch zahlreiche Automatismen und
Erweiterungen; sie ermöglichen Blitzsynchronzeiten von
bis zu 1/12000 Sekunde (z.B. Kurzzeit-Blitzsynchronisation
(HSS) bei der Minolta Dynax 9 mit dem Programm-Blitzgerät
5400 HS) sowie die drahtlose Blitzfernsteuerung, die Synchronisation
auf dem zweiten Verschlussvorhang und stroboskopisches Blitzen.
Durch diese extrem kurzen Synchronzeiten wird ein Aufhellblitzen
in nahezu jeder Situation möglich. Einige Kameras verfügen
auch bereits über eingebaute, getrennte Spiegelreflexkamera
- Belichtungsmeßsysteme für Blitz- und Dauerlicht;
ein Blitzbelichtungsmesser wird dadurch zwar nicht überflüssig,
das Gerät wird jedoch deutlich seltener benötigt.
Wird die Synchronbuche zum Anschluss von Studio- oder Spezialblitzgeräten
verwendet, können keinerlei automatische Funktionen von
Systemblitzgeräten genutzt werden, da diese keine Übertragung
zusätzlicher Steuerinformationen zulässt.
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Blitzsynchronanschluss
Als Blitzsynchronanschluss, PC-Blitzsynchronanschluss oder
einfach nur Synchronanschluss bezeichnet man eine standardisierte
Anschlussbuchse an Fotoapparaten, an die systemfremde Blitzgeräte
oder Blitzanlagen in der Studiofotografie angeschlossen werden.
An die Synchronbuchse wird ein Synchronkabel angeschlossen,
das wiederum mit dem Blitzgerät verbunden ist; der Anschluss
ist unabhängig von der Polung des Zündstromkreises.
Beim Blitzbetrieb über die Synchronbuchse gehen natürlich
alle kameraspezifischen Blitzsteuerungsfunktionen wie Einschalt-
und Blitzbereitschaftssignal, Umschaltung auf Synchronzeit,
TTL-Automatik oder Blitzbestätigung verloren, die bei
einem an den Blitzschuh angeschlossenes Systemblitzgerät
noch zur Verfügung stehen.
Alternativ zum Anschluß über ein Synchronkabel
kann ein Studioblitz auch drahtlos über eine Fotozelle
bzw. eine Fotodiode ausgelöst werden, sofern die Kamera
über ein eingebautes Blitzgerät verfügt oder
ein Systemblitzgerät angeschlossen ist.
Zur Blitzsteuerung über den Synchronanschluss sollte
die Kamera in den manuellen Modus oder auf Zeitvorwahl geschaltet
werden; zur Blitzsynchronisation muss eine Verschlusszeit
eingesteuert werden, die länger ist als die Blitzsynchronzeit
der Kamera.Ältere Kameras wie die Contax IIa und Contax
IIIa verfügten zu Anfang nur über einen nicht genormten
Synchronanschluss für Blitzgeräte.
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Blitzsynchronzeit
Als Blitzsynchronzeit, Synchronzeit, Offenzeit oder X-Sync
bezeichnet man in der Fotografie die Zeitspanne, in der der
Verschluß eines Fotoapparates vollständig geöffnet
ist und der Blitz die gewünschte Leistung vollständig
abgibt, der Verschlußablauf also synchronisiert ist
mitBlitzgerät. Die Synchronisation erfolgt über
den Synchronkontakt (Mittenkontakt) des Blitzschuhs, über
ein Synchronkabel oder einen proprietären Anschluß
zwischen Kamera und Blitzgerät. Typische Blitzsynchronzeiten
Typische Blitzsynchronzeiten heutiger Kleinbildkameras mit
Schlitzverschluss sind 1/60, 1/125 oder 1/250 Sekunde (z.B.
Leica R8); in diesem Bereich liegen auch die meisten kompakten
Digitalkameras (z.B. 1/250 Sekunde bei der Canon G2 und G3);
sehr schnelle Kleinbild Spiegelreflexkameras wie die Nikon
F, erlauben Blitzsynchronzeiten von 1/300 Sekunde. Die Minolta-Modelle
unterlaufen durch High-Speed-Synchronisation in Verbindung
mit speziellen Blitzgeräten jegliche Einschränkungen
durch Blitzsynchronzeiten und ermöglichen die Blitzlichtfotografie
mit kürzesten Verschlußzeiten von bis zu 1/12.000
Sekunde.
Die schnellsten handelüblichen digitalen Spiegelreflexkameras
erlauben Blitzsynchronzeiten von 1/500 Sekunde (z.B. Nikon
D1X und D1; Canon 1D und 1D Mark II).
Bei Mittelformatkameras liegt die Blitzsynchronzeit bei Schlitzverschluss
aufgrund des größeren Verschlussvorhanges meist
bei 1/60 Sekunde oder länger. Viele Mittelformatkameras
verwenden jedoch Zentralverschluss (z.B. die meisten Produkte
der Fa. Hasselblad) und ermöglichen daher sehr kurze
Synchronzeiten.
Probleme:
Öffnet der Verschluss zu spät, oder schließt
der Verschluss zu früh, kann es zu Fehlbelichtungen führen,
da ein Teil des Films bzw. Bildsensors durch den Verschluß
abgeschattet wird.
Hersteller von Kameras mit Schlitzverschluss geben i.d.R.
die jeweils kürzest mögliche Verschlusszeit an,
zu der eine korrekte Belichtung durch ein Elektronenblitzgerät
noch möglich ist; Fehlbelichtungen werden dann vermieden,
wenn die Kameraverschlusszeit gleich oder länger ist
als die kürzest mögliche Blitzsynchronzeit.
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Fixfokus-Objektive
Fixfokus-Objektive haben einen fixierten Fokus, mit anderen
Worten: eine feste Entfernungseinstellung, die nicht verändert
werden kann. Die Entfernung ist üblicherweise auf etwa
3 m eingestellt. Bei einer kleinen Objektivöffnung (Blende)
und einer eher kurzen Brennweite, die neben einem Weitwinkeleffekt
auch für größere Schärfentiefe sorgt,
wird alles zwischen etwa 1,5 m und Unendlich mehr oder weniger
scharf abgebildet.
"Scharf" ist hier relativ zu sehen, und meint, dass
eine bestimmte Unschärfe (typischerweise ein Zerstreuungskreis
von 1/30 mm auf dem Film) nicht überschritten wird.
Solcherart entstandene Aufnahmen eignen sich nicht für
stärkere Vergrößerungen, schon 13 x 18 cm
große Abzüge wirken im Vergleich leicht unscharf.
Dies mag auch an der generellen optischen Qualität solcher
Objektive liegen, von der man nicht viel erwarten darf. Optimale
Scharfeinstellung, d.h. ein Objektiv, das eine - manuelle
oder automatische - Scharfeinstellung erlaubt, ist für
gute Schärfe unerlässlich.
Der einzige Grund, warum es Fixfokus-Objektive gibt, ist ihr
Preis: Sie sind unschlagbar billig und werden daher in entsprechenden
Kameras verbaut. Manchmal bestehen Fixokus-Objektive aus nur
einer Linse, wie z.B. bei den Boxkameras, es gibt aber auch
2- oder 3-Linsen Konstruktionen.
Billige Video-Kameras für Überwachungszwecke und
Web-Cams sind typischerweise mit einem Fixfokus-Objektiv ausgestattet.
Ebenso werden diese Objektive bei billigen Digitalkameras
mit Festbrennweite eingesetzt.
Die Werbeaussage "Keine Scharfeinstellung notwendig"
bei einer preisgünstigen Kamera muss also nicht bedeuten,
dass die Kamera über eine automatische Scharfeinstellung
(Autofokus) verfügt. Es kann auch bedeuten, dass die
Kamera nicht automatisch scharfstellt und der Benutzer es
auch nicht von Hand tun kann, weil ein Fixfokus-Objektiv eingebaut
wurde.Bei Ansprüchen an Schärfe sind Kameras mit
Fixfokus-Objektiven deshalb nicht zu empfehlen.
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Irisblende
Eine Irisblende ist eine Blende mit variabler Öffnungsweite.
Die Öffnung kann in einer Art und Weise variiert werden,
dass sie unabhängig von der Größe immer nahezu
kreisförmig ist und der Mittelpunkt konstant bleibt.
Funktionsweise
Sie besteht aus mehreren üblicherweise schwarzen Lamellen,
die über eine Mechanik gemeinsam nach innen oder außen
gedreht werden können. Jede Lamelle ist auf einer Achse
gelagert. Alle Lamellen sind mit einem Ring über jeweils
eine weitere Achse verbunden, damit sie sich gemeinsam bewegen.

Anwendung
Irisblenden können je nach Bauart per Hand oder mit Motorantrieb
geöffnet und geschlossen werden. Sie werden in optischen
Systemen üblicherweise in der unmittelbaren Nähe
einer Linse angebracht um deren Apertur zu begrenzen und damit
die Helligkeit der Abbildung zu steuern.
Die Eigenschaften und der Zweck einer Irisblende sind denen
der Iris im Auge von Menschen und Tieren sehr ähnlich.
Die Funktionsweise ist jedoch eine andere.
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TTL-Blitzmessung
Bei der TTL-Blitzmessung findet die Belichtungsmessung einer
Fotoaufnahme durch das eingesetzte Objektiv statt (TTL =
through the lens). Alternativ gibt es Blitzgeräte,
die einen eigenen Sensor haben oder die Möglichkeit,
mit einem externen Belichtungsmesser den Lichteinfall auf
das Motiv zu bestimmen. Letzteres ist aber nur bei konstanter
Beleuchtung, nicht jedoch beim Einsatz von Blitzgeräten
möglich.
Die TTL-Messung hat den Vorteil, dass nur das Licht, das
durch das Objektiv auf den Film (oder bei Digital-Fotografie
auf den Chip) fällt, gemessen wird und Streulicht,
das nicht auf das Bild fällt, die Messung nicht verfälscht.
Außerdem wird die Messung während der Belichtung
weitergeführt. Änderungen der Helligkeit (etwa
beim Einsatz von Blitzgeräten) werden in die Messung
mit einbezogen und haben Einfluss auf die Steuerung des
Blitzgerätes.
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Der Fotoapparat
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EXA Rheinmetall
die erste in Großserie produzierte SLR- Kamera
(1952) |
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Unter
einem Fotoapparat (Fotokamera, Kamera (lat. camera=Kammer))
versteht man ein Gerät zur Aufnahme und Speicherung eines
einzelnen Bildes (Still) oder einer kurzen Serie von Einzelbildern.
Im Gegensatz dazu stehen Filmkameras, deren primärer Zweck
im Festhalten von kontinuierlichen Bildfolgen besteht.
Die aus der englischen Bezeichnung camera abgeleitete Kurzform
cam, wird in abkürzenden Kunstworten, wie z.B. Webcam oder
Digicam (für Digitalkamera) verwendet.
Insbesondere im Bereich der Digitalkameras und der digitalen
Videokameras sind die Übergänge fließend; diverse
Kameramodelle beherrschen auch die Aufzeichnung kurzer Videosequenzen,
und immer mehr digitale Videokameras unterstützen auch
die Einzelbildaufzeichnung. |
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Geschichte
und Entwicklung
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Namensgeber
für die gesamte Gattung der Kameras ist die Camera Obscura.
Diese verfügte noch nicht über chemischen Film zur
Bildaufzeichnung und anfänglich auch nur über ein
kleines Loch anstelle eines Objektivs. Sie projizierte ihr
Bild auf eine Fläche (zum Beispiel in einer begehbaren
Kiste), eine Mattscheibe oder Tischplatte und diente der Anfertigung
realistischer Zeichnungen.
Die hier beschriebene technische Entwicklung des Fotoapparates
ging einher mit der Geschichte der Fotografie. Bei den ersten
Fotoapparaten, die für die Fotografie konstruiert wurden,
handelte es sich um Camerae obscurae aus Holz; sie wurden
u.a. von Daguerre und Giroux, aber auch von diversen Optikern
verkauft.
Historisch verlief die Entwicklung des Fotoapparats aus der
Kenntnis des Sonderfalls der Parallelität von Film- (F),
Objektiv- (O) und entsprechend auch Schärfeebene (S),
der bis heute als Normalkamera gilt. Die flexible Kamerakonstruktion
(z. B. Balgen) diente zuerst nur der Entfernungseinstellung.
Die erste Ganzmetall-Kamera stellte Voigtländer 1841
vor; noch 1839 konstruierte Carl August von Steinheil das
erste nach physikalischen Prinzipien gerechnete Objektiv.
Dieses wurde 1840 durch Josef Petzval verbessert, der das
Petzvalobjektiv konstruierte; dabei handelte es sich um das
erste lichtstarke Objektiv überhaupt: Es verfügte
über eine Lichtstärke von 1:3,7, also 16-mal lichtstärker
als das Objektiv von Daguerres Kamera.
Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde das Prinzip der
um eine Achse drehenden Ebenen formuliert - 1901 vom französischen
Kamerabauer Jules Carpentier (Patentamt London), 1904 (Patentamt
London) darauf aufbauend von Theodor Scheimpflug (1865-1911).
Der "Scheimpflug", wie heute eine damit arbeitende
Einstellung allgemein genannt wird, bedarf mindestens einer
schwenkbaren Kameraebene. Die so genannte Fachkamera, die
für die Kameraebenen F und O vielfältige Verstellmöglichkeiten
bietet, kam als Massenkamera erst Mitte des 20. Jahrhunderts
vor allem in Fotostudios in Gebrauch.
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Ein
Fotoapparat besteht aus drei Grundbestandteilen: Eine Einrichtung
bündelt Licht und projiziert es auf eine Bildebene; bei
dieser Einrichtung handelt es sich in der Regel um ein Objektiv,
bei Lochkameras wird jedoch nur eine kleine Öffnung in
der Vorderseite des Kameragehäuses verwendet. Ein mechanischer
oder elektronischer Verschluss steuert die Dauer der Belichtung
des Aufnahmemediums. Die Blende steuert den Lichteinlaß.
Ein lichtdichtes Gehäuse beherbergt im Inneren das Aufnahmemedium.
Das ist bei der klassischen Fotografie ein Film.
Bei einer Digitalkamera wird statt des Films ein lichtempfindlicher
Halbleiter-Sensor eingesetzt. Üblich sind hierbei so
genannte CCD- oder CMOS-Sensoren. Diese Sensoren wandeln das
einfallende Licht entsprechend seiner Intensität in elektrische
Ladung um. Diese wird nach der Aufnahme über integrierte
Schaltungen ausgelesen, analog-digital-gewandelt, codiert
(siehe Datenkompression) und abgespeichert. Diese Kameraart
zeichnet das Abbild zunächst auf einem Sensor (CCD oder
CMOS) auf.
Für die Astronomie wurden große, höchstempfindliche
CCD-Sensoren entwickelt. Des Weiteren wird das Bild teilweise
auch zeilenweise abgetastet (Scan-Techniken Hipparcos, Raumfahrt).
Jenseits einer konkreten Bauweise arbeitet der "allgemeine
Fotoapparat" (kurz: AF) wie folgt:
Drei Ebenen bilden das Grundsystem des allgemeinen Fotoapparats,
die (F) Film-, die (O) Objektiv- und die (S) Schärfeebene.
Die beiden Kameraebenen F und O sind im AF lichtdicht und
dreh- und verschiebbar verbunden.
Unter der Vorgabe, dass Parallelen sich im Unendlichen treffen
(projektive Geometrie), haben stets alle drei einen gemeinsamen
Schnittpunkt im Raum, der von den Lagen von F und O bestimmt
wird und - je nach Neigungswinkel zueinander - mehr oder weniger
weit vom AF entfernt liegt.
Die Ebene S entspringt in diesem Schnittpunkt F-O und verläuft
über den scharfgestellen Punkt des Objektivs auf der
Objektivachse (nicht senkrecht zur Schärfeebene S).

Ist der Schnittpunkt der beiden Kameraebenen von der Kamera
(AF) unendlich weit entfernt, dann tritt der Sonderfall ein,
der alle drei Ebenen parallel zueinander ausrichtet (heutige
und historische "Normalkamera").
Um den AF mechanisch praktikabel zu machen, bedarf es der
Möglichkeit, F und O so einzustellen, dass aus dem Schnitt-Punkt
der beiden Kameraebenen eine Linie analog eines Scharniers
generiert wird (durch gemeinsame horizontale oder vertikale
Ausrichtung der Kamerastandarten beispielsweise, in denen
Film- und Objektivebene eingehängt sind).
Nach dieser Ausgangseinstellung können die Ebenen sich
während des weiteren Einstellens wieder nur in einem
Punkt statt in einer Linie treffen (wenn beide Standarten
gegenläufig verdreht werden - z. B. eine vertikal und
eine horizontal).
Die Schärfeebene S entsteht durch die genaue Projektion
eines Punktes im Motiv durch das Objektiv hindurch auf einen
Punkt in der Filmebene. Vom Objektiv aus gesehen entsteht
in der Kamera ein Strahlenkegel, dessen Spitze sich mit dem
Film trifft.
Praktisch entsteht dabei ein Schärfe-Körper; das
ist der Schärfebereich(siehe auch: Schärfentiefe).
Beim Enden des Strahlenkegels kurz vor oder hinter der Filmebene
werden auf ihm Zerstreuungskreise (Z) abgebildet, die vom
Auge bis zu einer bestimmten Größe noch als scharf
akzeptiert werden und deshalb noch scharf erscheinen.
Mit der im Objektiv angeordneten Blende, die den Durchlass
für das Licht durch das Objektiv steuert, wird die Größe
der Zerstreuungskreise bestimmt: die kleinere Blendenöffnung
erzeugt Strahlenkegel mit kleineren Radien und spitzeren Winkeln,
die auf den Film fallen, und damit kleinere Zerstreuungskreise,
die entsprechend schärfer erscheinen.
Der Schärfekörper ist beim AF ein Keil; er beginnt
auf der Schärfeebene (!) erst im Abstand des Kameraauszuges
(Abstand F zu O) parallel zur Filmebene (unter dem Objektiv).
Im Keil reicht die Schärfe bis Unendlich. Im Sonderfall
- F und O sind parallel - ergibt sich der Schärfebereich
als Schärfequader und nicht als Keil (weil technisch
durch den AF begrenzt).

Der Schärfe-Keil ist in seinem Schnitt (Seitenansicht)
durch 1. seinen Nullpunkt (in Skizze: unter dem Objektiv),
2. den Nahpunkt N und 3. den Fernpunkt F der Schärfe
auf der Objektivachse definiert; N und F ergeben sich dabei
aus der nominellen Entfernungseinstellung der Schärfeebene
S und der bestimmten Brennweite des Objektivs. N und F (Nah-
und Fernpunkt der Schärfe) ergeben sich auch aus der
Kenntnis des Objektivs und der fast genau mittig zwischen
ihnen liegenden Schärfeebene S; N und F können deshalb
über Berechnungen ermittelt werden (wie z. B. durch die
interaktive Tabelle von Striewisch/ Kluge; s. u.).
Mit den Werten für N, S und F, dem Abstand des Nullpunkts
zur Objektivachse (D) und der genormten Größe Z
(Zerstreuungskreis je Filmformat) ist der Keil zu berechnen
(dazu N, S, F z. B. aus Striewisch/ Kluge holen = Interaktiver
Schärfentieferechner; Z für Kleinbildkameras 0,03
mm, für Mittelformatkameras ca. 6 x 7 cm 0,05 mm, für
Großformatkameras 9 x 12 cm 0,09 mm bis 0,1 mm und mehr
je Bild- bzw. Aufnahmeformat).
Wird der Schärfekeil in zwei Hälften gedacht, einmal
der Teil vor und einmal der Teil hinter der Schärfeebene,
können sich gering abweichende Winkel ergeben. Näherungsweise
beträgt der Winkel des Keils vor der Schärfeebene,
vom Nahpunkt zur Scharfstellung:
Winkel Altgrad = [ (90 - arctan D/(S - A)) - (90 - arctan
D/(N - A)) ],
wobei D = Distanz der Objektivachse zum Keilbeginn; S = Schärfeeinstellung
auf Objektivachse; A = Kameraauszug; N = Nahpunkt der bestimmten
Brennweite auf der Objektivachse.
Vereinfacht kann dieser Winkel für den ganzen Schärfekeil
verdoppelt werden.
Die Distanz auf der Objektivachse vom Nahpunkt des Schärfebereichs
zur Schärfeebene ist bei sehr dichter Entfernungseinstellung
vor der Kamera etwa so groß wie die von der Schärfeebene
zum Fernpunkt, wobei die Verhältnisse sich mit der jeweils
länger eingestellten Entfernung ändern - der Abstand
der Schärfeebene zum Fernpunkt wächst dann kontinuierlich
gegenüber der Entfernung zum Nahpunkt an.
Objektive sind Linsensysteme, die mit einer Blende (und oft
einem Verschluss) kombiniert sind. Vom gleichen Standort aus,
auf der gleichen optischen Achse zeichnen sie alle das gleiche
Bild vom Motiv, zeichnen also gleiche Flächen und Winkel
bei verschiedenen Bildausschnitten - wie beim Zoom-Objektiv,
bei dem verschiedene Brennweiten fließend miteinander
verbunden werden.
Normalobjektive haben ungefähr die Bilddiagonale als
Brennweite. Objektive mit weiterem Betrachtungswinkel (Weitwinkelobjektiv)
zeichnen mehr vom Motiv kleiner auf. Objektive mit kleinerem
Betrachtungswinkel (Fernobjektiv) zeichnen weniger vom Motiv
größer auf. Entsprechend werden die Zerstreuungskreise
bei letzteren vergrößert und der Schärfebereich
wird kleiner (besonders klein bei Makroaufnahmen).
Fernobjektive - mit kleinem Betrachtungswinkel - unterscheiden
sich von Teleobjektiven dadurch, dass letztere innerhalb des
Linsensystems ein Vergrößerungssystem (Tele-Konverter)
enthalten und deshalb in ihrer Baulänge kürzer als
ihre Brennweite sind.
Bei der Unendlicheinstellung (8) eines - in seinen Ebenen
beweglichen - AF ist nominell der Abstand von F zu O gleich
der Brennweite. Dieses Anlagemaß von F zu O ist bei
Teleobjektiven kürzer und bei einigen Weitwinkeln etwa
länger als die Brennweite. Für Berechnungen, z.
B. des Abbildungsmaßstabes, gelten die nominellen Brennweiten.
Dichtere Entfernungen zum Motiv als Unendlich scharfzustellen
erfordert längere Auszüge der Kamera (für den
Maßstab 1:1 ist die doppelte Brennweite nötig).
Bei der Aufnahme des Motivs mit gleichem Maßstab kann
bis zur Abbildungsgröße m 1:1 in der Praxis näherungsweise
bei allen Objektiven bei gleicher Blendenöffnung (und
gleichem Bildformat) von gleichen Schärfebereichen ausgegangen
werden; bei größeren Maßstäben in den
Makrobereich hinein gilt das nicht mehr. Zu berücksichtigen
sind u. U. noch die normierten Zerstreuungskreise für
die verschiedenen Bildformate (Z), wodurch sich unterschiedliche
Blenden für verschiedene Formate ergeben.
Da der AF als Balgen- oder Fachkamera keine Skalen für
die eingestellte Entfernung hat, sind Abbildungsmaßstäbe,
Auszugslängen (F zu O) und weitere Werte mehr in der
Praxis zu berechnen.
Die sog. Linsengleichung lautet:
1/f = 1/a´ + 1/ a,
dabei ist f = Brennweite; a´ = Kameraauszug; a = Entfernung
Motiv zu Objektiv; daraus ergibt sich beispielsweise der Abbildungsmaßstab:
m = Auszugsverlängerung : Brennweite
dabei ist die Auszugsverlängerung die Verlängerung
des Balgens gegenüber dem Anlagemaß (= Auszug real
für Unendlich); Brennweite = nomineller Wert für
f.
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